Ist ein gutes Bewerbungsfoto wirklich so wichtig?

Selbst wenn Sie sich im sozialen Bereich bewerben und sich im dunkelsten Büro verstecken wollen: Geben Sie beim Foto Ihr Bestes!

Sie wollen lieber kein Foto mitsenden? Seit 2006 darf der Arbeitgeber das nicht mehr verlangen (laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz). Wenn aber nicht ausdrücklich im Stellenangebot steht, dass Sie keines mitsenden sollen, tun Sie es lieber: Ohne Foto haben Bewerbungen deutlich geringere Chancen, zumindest in Deutschland!

Viele Bewerber zeigen sich auf ihren Fotos nicht gerade von ihrer besten Seite – erstaunlich, was Personaler da alles auf den Tisch bekommen! Die Palette reicht vom introvertierten Muffelgesicht mit Justin-Bieber-Haarpracht bis zum überbelichteten Urlaubsschnappschuss mit Sonnenbrille. Denken Sie, das sei doch egal, Sie seien eben nicht fotogen, man müsse Sie »live« erleben? Ohne ansprechendes Foto bekommen Sie gar nicht erst die Chance, sich persönlich vorzustellen!

Natürlich darf der Personaler eine so wichtige Entscheidung nicht allein aufgrund eines Fotos treffen. Das verstieße auch gegen das oben erwähnte Gesetz. Und doch wird er Ihre Bewerbung – vielleicht unbewusst – von Vornherein ablehnen, wenn Sie ihm nicht sympathisch, freundlich, vertrauenswürdig, ernsthaft, aufgeschlossen, wach, intelligent, gepflegt, hübsch oder selbstbewusst genug erscheinen!

In einigen Branchen geht es durchaus oberflächlich zu. Denken Sie an Castingshows – da kommt auch manche(r) weiter, nur weil er oder sie wie ein Popstar aussieht, während der gute Sänger mit dem Allerweltsgesicht oder dem dicken Popo rausfliegt. Unfair? Die Welt ist schlecht!

Besonders hoch hängt die Messlatte, wenn Sie in Ihrer neuen Stellung Ihr Unternehmen repräsentieren müssten. Vielleicht gibt es bald eine Fachmesse, bei der der neue Mitarbeiter dabei sein soll – nur kann sich der Personaler aufgrund Ihres Bewerbungsfotos beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie bei den Kunden gut ankämen!

Als angehende Empfangssekretärin oder Verkäuferin sollten Sie vielleicht vor dem Fotografentermin in einem Kurs die Kunst des dezenten, aber effektiven Schminkens erlernen. Selbst als zukünftiger Pförtner oder Service-Mitarbeiter ist es eine Überlegung wert, sich beim Zahnarzt die Zähne bleichen oder bei einer Kosmetikerin die wild wuchernden Augenbrauen in Form bringen zu lassen – auch im Hinblick auf ein Vorstellungsgespräch. Vorsicht: Ihr Selbstvertrauen könnte sprunghaft steigen!

Tipp: Günstige Typ-, Farb- und Stilberatungen bekommen Sie, indem Sie einen entsprechenden Kurs an Ihrer Volkshochschule belegen.

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